Allergietest, Wissenschaftlicher Artikel

Der allergische Marsch: Erklärung & Vorbeugung

Der atopische Marsch ist durch eine Abfolge von Immunglobulin E (IgE)-Antikörperreaktionen gekennzeichnet, die allergische Symptome auslösen, die schon früh im Leben auftreten. Diese allergischen Symptome bleiben über Jahre hinweg bestehen und treten oft mit zunehmendem Alter erneut auf.

Statistisch gesehen entwickeln 50 Prozent der Säuglinge mit Ekzemen später Asthma. 33 Prozent entwickeln eine Nahrungsmittelallergie. Bei Kindern sind die häufigsten Auslöser für Nahrungsmittelallergien Eier, Milch und Erdnüsse. Nahrungsmittelallergien, die in der frühen Kindheit diagnostiziert werden, sind ein Risikofaktor für allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und Asthma in einem späteren Lebensabschnitt. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass diese Beschreibung des Verlaufs nicht die einzige Entwicklung ist. Nicht jedes Kind, das an einem Ekzem leidet, entwickelt später im Leben auch Asthma.

Spielt die Genetik eine Rolle?

Forscher haben schon vor Jahrzehnten herausgefunden, dass Allergien in der Regel familiär gehäuft auftreten. Die Neigung, Allergien zu entwickeln, ist häufig (aber nicht ausschließlich) erblich bedingt. Sie wird über das Erbgut von den Eltern an ihre Kinder weitergegeben.

Hinweis: Kinder erben nicht automatisch die Allergien ihrer Eltern, aber sie können eine gewisse Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Allergien erben. Gleichzeitig zeigen manche Kinder allergische Reaktionen, obwohl ihre Eltern und andere Familienmitglieder nicht allergisch sind.

Kann der allergische Marsch verhindert werden?

Es gibt keine eindeutige Antwort auf die Frage, ob die Entwicklung von Ekzemen und das Fortschreiten der allergischen Erkrankung vermeidbar sind. Die Lösung könnte in einer Mischung aus genetischen, umwelt- und ernährungsspezifischen Faktoren liegen. Jüngste Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Aufrechterhaltung und Wiederherstellung der epidermalen Hautbarriere bei Säuglingen eine vorbeugende Maßnahme sein könnte.

Die Belastung durch Passivrauchen, sowohl nach der Geburt als auch während der Schwangerschaft, hat sich als starker Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma bei Kindern erwiesen. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Mütter, die während der Schwangerschaft und nach der Geburt rauchen, das Risiko ihrer Kinder für eine allergische Sensibilisierung gegen Nahrungsproteine aus Hühnereiern und Kuhmilch deutlich erhöhen.

Jüngste Studien legen nahe, dass sich werdende Mütter gesund und ausgewogen ernähren sollten. Dazu gehören Obst und Gemüse, Fisch, Vitamin D und Probiotika, um das Risiko zu verringern, dass ihr Baby ein Ekzem entwickelt. Es müssen jedoch noch weitere Studien durchgeführt werden, um diese spezifischen mütterlichen Lebensstilfaktoren als Präventionsmethode zu bestätigen. Auch die Rolle des Stillens bei der Vorbeugung der Entwicklung atopischer Allergiesymptome bleibt umstritten. Eine beträchtliche Anzahl von Studien zeigt jedoch, dass das Stillen die Wahrscheinlichkeit der Entwicklung von Ekzemen, Asthma und Kuhmilchallergien verringern kann.

Statistik: Vom Ekzem zu Asthma

Eine Studie an der US-Bevölkerung hat gezeigt, dass die Entwicklung von Ekzemen in den ersten Lebensjahren beginnt. Die Studie untersuchte betroffene Kinder im Alter von 3 bis 11 Jahren und stellte fest, dass 85 Prozent dieser Kinder bereits vor dem fünften Lebensjahr an Ekzemen litten. 45 Prozent entwickelten die Krankheit in den ersten 6 Lebensmonaten, 60 Prozent im ersten Lebensjahr.

Weniger als die Hälfte der Kinder „entwächst” dem Ekzem bis zum Alter von 7 Jahren, und nur 60 Prozent von ihnen haben bis zum Erwachsenenalter eine Lösung gefunden. Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die Entwicklung von Ekzemen chronischer Natur ist. Es ist immer noch unklar, wie Patienten aus ihrem Ekzem herauswachsen und somit den allergischen Verlauf aufhalten. Genetische und Umweltfaktoren spielen wahrscheinlich eine Rolle.

Ekzeme in der Kindheit haben sich als ein wichtiger Risikofaktor für die Entwicklung von Asthma erwiesen. Etwa 70 Prozent der Patienten, die an einem schweren Ekzem leiden, entwickeln Asthma. Dagegen entwickeln nur 20-30 Prozent der Patienten mit einem leichten Ekzem und etwa 8 Prozent der Allgemeinbevölkerung Asthma.

Außerdem haben Studien gezeigt, dass der Schweregrad des Ekzems direkt mit dem Risiko korreliert, eine Rhinitis (Heuschnupfen) zu entwickeln. Ekzeme bei Säuglingen können die Ursache für Heuschnupfen im Kindesalter sein. Daher glauben Forscher, dass Heuschnupfen bei Kindern durch die Behandlung von Ekzemen und die Verbesserung der Hautbarriere verhindert werden kann. Kinderärzte empfehlen, die Haut von Säuglingen routinemäßig mit Feuchtigkeitscremes zu befeuchten, die wenig Allergene enthalten.

Was die Rolle von Nahrungsmittelallergien bei der Atopie betrifft, so hat die Forschung gezeigt, dass Ekzeme und Nahrungsmittelallergien bei Säuglingen häufig nebeneinander auftreten. Es ist noch unklar, ob eine Nahrungsmittelallergie das Anfangsstadium des atopischen Schubs bei Säuglingen ist oder ob es sich um eine unabhängige Erkrankung handelt, die den atopischen Schubs vorhersagt.

Wichtigste Erkenntnisse

Es gibt klinische und genetische Hinweise sowie experimentelle Studien, die darauf hindeuten, dass Ekzeme bei Säuglingen der Ausgangspunkt für die Entwicklung von allergischer Rhinitis und Asthma sein können.

Für frischgebackene Eltern ist es wichtig, Ekzeme und atopische Dermatitis auf der Haut ihres Babys zu erkennen. Das frühe Leben ist ein kritisches Zeitfenster für therapeutische Interventionen. Wenn die Haut des Babys gut mit Feuchtigkeit versorgt wird und die Hautbarriere repariert wird, kann der allergische Schub und damit die Entwicklung von Asthma verhindert werden.

Quellen: allergyasthmanetwork.orgworldallergy.orgJournal of Clinical & Cellular Immunology

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